Warum gerade eine Untersuchung auf Schwermetalle?

Schwermetalle werden von der Industrie für die Herstellung zahlreicher Produkte gebraucht. Da wir die Konsumenten dieser Produkte sind, haben wir auch täglich Umgang mit diesen Metallen. So nützlich die Metalle für die Industrie auch sein mögen, bestehen dennoch gesundheitliche Risiken für uns bei der Aufnahme dieser Stoffe in den Körper.

Somit sind wir einer Vielzahl verschiedener Schwermetalle ausgesetzt, die über vielfältige Wege in unseren Körper gelangen. Weiter unten auf dieser Seite können Sie ein Auflistung der gängigsten Metalle sehen, denen wir ausgesetzt sind und ihrer Aufnahmewege in unseren Organismus.

Um zu untersuchen, wie stark Sie mit Schwermetallen belastet sind, die womöglich zu gesundheitlichen Problemen geführt haben, eignet sich ein Schwermetall-Test. Mit diesem Test wird die Menge und die Anzahl der Metalle bestimmt, die sich in Ihrem Körper befinden.

Ablauf des Schwermetall-Tests

SchwermetalltestDa die Metalle nach ihrer Aufnahme in den Körper sehr schnell in Depots eingelagert werden und dort über Jahre verweilen können, müssen sie zuerst mobilisiert werden. Dazu erhält der Patient Mittel zur Mobilisation verordnet, wodurch sich die Metalle lösen und dann über die Niere vom Körper ausgeschieden werden. Der so gewonnene Urin wird an unser Labor gesandt, welches den Urin auf bis zu 40 Metalle hin untersuchen kann. Somit erhalten wir nach ein paar Tagen Auskunft darüber, mit welchen Metallen Sie belastet sind und wie stark die Belastung ist.

Einige Metalle und ihre Aufnahme in den menschlichen Organismus

Über die Nahrung:

  • Aluminium über die Aluminiumfolie und Aluminiumverpackungen (v. a. bei Kontakt mit sauren Flüssigkeiten und sauren Lebensmitteln) und über Nahrungsmittel, die direkt mit Aluminium angereichert sind (z. B. als Stabilisator E 521)
  • Aluminium über die gängigsten Medikamente gegen Sodbrennen
  • Aluminium über Laugengebäck, Kakao und Tee
  • Aluminium als Rieselhilfe im Speisesalz (Aluminiumsilikate (E559))
  • Cadmium, Nickel und Aluminium in Soja-Produkten (Sojabohnen nehmen im erhöhten Maße bestimmte Schwermetalle auf natürliche Weise aus dem Boden auf)
  • Zinn über die Lebensmittel in Blechdosen
  • Arsen über Fische, Krustentiere (Krebse), Schalentiere (z. B. Muscheln) und Weichtieren (z. B. Kopffüßer wie Tintenfisch) (die Meere sind durch die Industrie insgesamt sehr belastet)
  • Arsen im Reis (in Ländern, in denen Arsen ein natürlicher Bestandteil der Erde ist, nehmen die Wurzeln auf den unter Wasser stehenden Feldern besonders viel Arsen auf und reichern es v. a. in der Schale – und damit im Vollkornreis – an)
  • Quecksilber über Meerestiere
  • Cadmium über Ölsaaten (Leinsamen, Mohn, Sonnenblumen- oder Pinienkerne)
  • Blei, Cadmium und Kobalt in farbigen Glasuren, Verzierungen und Dekore von Keramikgeschirr (beim Kontakt v. a. mit sauren Lebensmitteln können diese Stoffe aus der Keramik herausgelöst werden und ins Essen übergehen)

Über die Haut:

  • Aluminium als Antitranspirant in Kosmetikprodukten
  • Zink über Batterien
  • Gold über Schmuck
  • Silber über Schmuck
  • Nickel über Schmuck

Über die Atemluft:

  • Blei über Autoabgase (früher v. a. über verbleites Benzin)
  • Palladium über moderne Katalysatoren in Benzinmotoren
  • Cadmium über Zigarettenrauch
  • Quecksilber über zerbrochene Thermometer, Barometer und Energiesparlampen
  • Zinn als Lötzinn beim Löten von Elektronik
  • Industrielle Emissionen (Metalle gehen über die Petrochemie und bspw. Stahl- und Kohlekraftwerke in die Atmosphäre)

Über das Trinkwasser:

  • Blei über Wasserleitungen in alten Häusern
  • Kupfer über Wasserleitungen in jüngeren Häusern

Über Getränke:

  • Aluminium über Tees (grüner Tee und schwarzer Tee)
  • Matcha-Tee (diese Grünteeart wird nicht als Teeaufguss verzehrt, sondern die getrockneten Teeblätter werden zu Pulver vermahlt und bringen damit eine sehr hohe Aluminiumbelastung mit sich)
  • Colas und Co. (gerade die Phosphorsäure in Colas löst das Aluminium in Aluminiumdosen leicht heraus, wenn auch dies weitläufig bestritten wird)

Über Medikamente:

  • Quecksilber, Blei und Arsen in ayurvedischen „Heilmitteln“ (v. a. bei Bezug der Ayurveda-Präparate aus Indien und selbst den USA, gerade in den sogenannten Rasa-Shastra-Medikamenten, die auf Metallen und Mineralien basieren)
  • Cadmium und Blei in Nahrungsergänzungsmitteln aus Muscheln oder Meeresalgen
  • Quecksilber in Nahrungsergänzungsmitteln mit Chondroitinsulfat (sofern bei der Herstellung des Chondroitins belastete tierische Produkte wie Fischknorpel eingesetzt werden)
  • Arsen, Aluminium und Blei in Meeresalgen (Chlorella) und Mineralerden (Kieselerde, grüne Tonerde oder Zeolithe)
  • Nahrungsergänzungsmittel, die nicht nach dem ISO 9001-Standard hergestellt wurden

Über direkten Kontakt:

Zahnfüllungen

  • Gold über Goldkronen
  • Quecksilber über Amalgamfüllungen (Amalgam besteht zu 50 % aus Quecksilber)

Impfungen

  • Quecksilber über Äthylquecksilber als Konservierungsstoff in Thiomersal (die Halbwertszeit von Quecksilber extrem lang, daher haben viele Menschen es noch im Körper)
  • Aluminium über Aluminiumhydroxid um die Immunantwort zu verstärken

Spirale

  • Kupfer über den Kupferdraht, der zur Empfängnisverhütung als Spirale in die Gebärmutter eingesetzt wird

Schwermetalle in der Landwirtschaft

Der Einsatz von Pestiziden und Klärschlamm in der Landwirtschaft, sowie auch saure Niederschläge über den Feldern, begünstigen die Anreicherung von Schwermetallen in den Böden.

Eine Übersäuerung begünstigt die Aufnahme von Schwermetallen

Unsere sauere Lebensweise (Fast Food, Zucker und raffinierte Lebensmittel) führt zudem zu einer Übersäuerung des Körpers. Das saure Körpermilieu wiederum erhöht die Löslichkeit von Metallen im Körper und begünstigt auf diese Weise die Aufnahme, Verteilung und Speicherung der Schwermetalle in den Organen des Körpers.

Labortest auf Schwermetalle im Blut oder Urin

Die Naturheilpraxis Blumenthal berät Sie gerne, ob ein Schwermetall-Test bei Ihnen sinnvoll ist und wie dieser durchgeführt werden würde.