Wodurch wird die Darmflora beeinflusst?

Auf die Darmflora wirken mehrere Faktoren ein. Zu den Faktoren zählen:

  • Art der Geburt
  • Bruststillung
  • Ernährung
  • Lebensweise
  • Medikamente
  • Alkohol
  • Stress

Schauen wir uns diese Punkte etwas genauer an.

Die Art der GeburtSchwangerschaft

Während der Geburt werden Bakterien von der Mutter auf das Kind übertragen, sofern eine vaginale Geburt erfolgte. Im Darm des Kindes siedeln sich dann vor allem Bifidobakterien an. Diese sind bekannt dafür die Darmschleimhaut vor krankmachenden Bakterien zu schützen und eine gesunde Entwicklung des Immunsystems zu fördern. Bei einem Kaiserschnitt bleibt diese Form der Besiedlung aus.

Der Darm wird dann durch die Umgebungskeime der Krankenhauses besiedelt, in dem das Kind geboren wurde. Der Darm baut sich hierbei anders und mit anderen Bakterien auf. Störungen des Immunsystem werden heute im kausalen Zusammenhang mit einem Kaiserschnitt gesehen. Zu den Störungen des Immunsystems zählen unter anderem Allergien und Autoimmunkrankheiten.

Die Bruststillung

Auch die Bruststillung prägt die Zusammensetzung der Bakterien im Darm. Einerseits enthält die Brustmilch wesentliche Substanzen zur Ernährung der Darmschleimhaut und der Darmbakterien. Andererseits weiß man heute, dass die Muttermilch selbst Bakterien enthält, die dann den Darm des Neugeborenen besiedeln können! Schon früher wurden diese Bakterien „in“ der Muttermilch nachgewiesen. Doch man vermutete sie seien lediglich durch Verunreinigung der Brustwarze „in“ die Muttermilch gekommen. Heute weiß man hingegen, dass während der Stillzeit Bakterien der mütterlichen Darms über das Blut gezielt in die Muttermilch abgegeben werden. Bedenkt man die weitreichenden gesundheitlichen Folgen einer erfolgten Besiedlung des Darms mit Bakterien in den ersten Lebenswochen, so scheint es auch nicht mehr verwunderlich, dass der Körper selbst über die Muttermilch imstande ist Bakterien an den Säugling zu übertragen.

Die Ernährung

nahrungEbenso beeinflusst die Ernährung die Darmflora. Je nach Ernährungsvorliebe gedeihen bestimmte Darmbakterien besser, während andere zurückgedrängt werden. Dementsprechend variiert die Darmflora in Abhängigkeit von der verzehrten Nahrung. So dominiert bei Fleischessern der Bakterienstamm Bacteroides. Diese Bakterien haben sich auf die Energiegewinnung aus Mehrfachzuckern, tierischen Eiweißen und gesättigten Fettsäuren spezialisiert.

Im Darm des Vegetariers dominiert hingegen der Bakterienstamm Prevotella. Dieser hat sich unter anderem auf den Abbau von Zucker-Protein-Komplexen sowie auf die Synthese von Folsäure und Vitamin B1 spezialisiert. Zuletzt gibt es noch die Gruppe der Ruminococcus-Bakterien. Diese machen bei den meisten Menschen bis zu 70 % der Darmflora aus. Ruminococcus-Bakterien sind auf die Verdauung von pflanzlichen Hartfasern und anderen Ballaststoffen spezialisiert, wie sie vor allem in Vollkornprodukten vorkommen.

Die Lebensweise

Auch Stress, Alkohol, Zigaretten und Medikamente beeinflussen die Darmflora, da sie die Bakterien teilweise direkt schädigen können. Stress hingegen reduziert die Blutversorgung des Darms, so dass die Bakterien schlechter versorgt sind.

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