Überschuss an Glutamat

Glutamat besitzt eine ausgesprochen erregende Wirkung auf das Nervensystem. Es beschleunigt die Übertragung der Nervenimpulse und führt damit zu einem guten Funktionieren des Nervensystems, da die Nervenimpulse schnell ihr Ziel erreichen. Doch auch in diesem Gefüge der Neurotransmitter ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen erregenden und dämpfenden Botenstoffen die Grundlage für individuelles Wohlbefinden. Wenn Glutamat der erregende Botenstoff war, so war GABA der dämpfende Botenstoff. Interessanterweise entsteht GABA aus Glutamat. Die ausreichende Umwandlung von GABA aus Glutamat ist also wesentlich für das ausgewogene Verhältnis zwischen GABA und Glutamat. Kommt es hier zu einer Störung, so kann die Menge an Glutamat überhand nehmen.

Symptome für einen Überschuss an Glutamat sindUeberaktiv

  • Hyperaktivität
  • Unruhe
  • Angst
  • Krämpfe
  • Epilepsie

Ein Überschuss an Glutamat führt aber auch zur Abnahme der kognitiven Fähigkeiten und kann damit Demenzkrankheiten begünstigen. Dies hängt damit zusammen, dass Glutamat generell für Lern- und Gedächtnisvorgänge zuständig ist, aber ein Übermaß dieses Neurotransmitters quasi zu einer Dauererregung der Nervenzellen führt. Mit der Dauererregung verliert die Nervenzelle ihre Funktion und stirbt letztlich ab. Je mehr Nervenzellen auf diese Weise zugrunde gehen, desto ausgeprägter werden die wahrnehmbaren geistigen und alltäglichen Defizite. Das Lernen und Gedächtnis ist nun massiv gestört, was ab einem gewissen Grade als Demenzerkrankung bezeichnet wird. Genau solche Veränderungen sind für die Krankheit Parkinson beispielsweise bekannt. Das Glutamat ist hier im Gehirn deutlich erhöht, bei einem Mangel an Acetylcholin. Durch Glutamat kommt es hier vor allem zum  Absterben der Nervenzellen die für die Bewegungssteuerung zuständig sind, so dass Lähmungen auftreten und die Hände zittrig werden.