Unerfüllter Kinderwunsch – durch Mitochondriopathie

Nach der Statistik des Deutschen Ärzteblattes bleiben 15 % aller Paare ungewollt kinderlos. Die Ursache für die Kinderlosigkeit liegt dabei etwa gleich häufig beim Mann oder der Frau. In 35 % der Fälle leiden gleich beide Partner an einer verminderten Fruchtbarkeit.

Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch

Ursächlich für diese Zahlen sind das höhere Alter, mit denen Paare heute mit der Kinderplanung beginnen. Da die Qualität der Eizellen und Spermien mit steigendem Alter abnimmt, wird eine Empfängnis immer schwieriger.

BefruchtungAuch ist die Ursache in dem zunehmenden Stress zu finden, dem Paare heute ausgesetzt sind. Gerade die Frau, die nun immer mehr „ihren Mann“ im Beruf stehen muss, ist heute mit größeren Erwartungen konfrontiert, als noch vor wenigen Jahrzehnten, als man diese Rolle dem Mann überließ. Stress hemmt die Geschlechtsfunktion und hier vor allem die Zellen, die an der Fortpflanzung direkt beteiligt sind.

Viele Schadstoffe aus der Umwelt, denen die moderne Frau und der moderne Mann heute ausgesetzt sind, schaden ebenfalls der Fruchtbarkeit. Genannt werden könnten hier die Weichmacher, die sogenannten Phthalate, die in unseren Plastikflaschen vorkommen und die Sexualhormone ordentlich in Unordnung bringen.

Um diese Ursachen für die Kinderlosigkeit wissen wir. Doch eine weitere häufige Ursache wird meist übersehen. Die Mitochondriopathie.

Ungewollt kinderlos aufgrund einer Mitochondriopathie

Unter einer Mitochondriopathie versteht man eine Störung der Funktion der Mitochondrien. Mitochondrien sind die sogenannten Kraftwerke der Zelle. Sie stellen die Energie für die Zellvorgänge in Form von ATP her. Wenn diese Mitochondrien nicht mehr richtig funktionieren, so muss die Zelle darunter leiden. Letztlich muss auch das Organ, zu dem die Zelle gehört und der Körper darunter leiden, da die Zelle ihre Aufgabe im Verband nicht mehr richtig erfüllen kann. Sind viele Zellen im Körper betroffen, so spricht man von einer Mitochondriopathie. Leistungsminderung und Müdigkeit wären dann die typischen Symptome.

Mitochondriopathie der Eizellen und Spermien

Besonders kritisch wird es, wenn von dieser gestörten Mitochondrienfunktion, die Eizellen oder Spermien betroffen sind. So brauchen die Spermien viel Energie, um den Weg von der Scheide bis zu den Eileitern, in denen die Befruchtung stattfindet, zurückzulegen. Auch die Eizellen brauchen viel Energie, um die aufwendigen Prozesse und die rasante Zellteilung, die mit einer Befruchtung einhergehen, durchführen zu können.

Ein Vergleich unter den Zellen

Wie energiezehrend der Vorgang der Befruchtung sein muss, lässt sich einfach ablesen, wenn man die Anzahl an Mitochondrien pro Zelle miteinander vergleicht. Eine gewöhnliche Körperzelle weist durchschnittlich 1.500 Mitochondrien auf. Diese stellen die Energie für diese Körperzelle ununterbrochen her.

Die Leberzelle, die für ihren aktiven und intensiven Stoffwechsel bekannt ist, benötigt für diese Vorgänge schon um die 5.000 Mitochondrien. Mit deren Hilfe, kann die Leber das leisten, was von ihr erwartet wird.

Doch die Eizelle schlägt sie alle. Eine Eizelle trägt ca. 120.000 Mitochondrien in sich. Diese hohe Anzahl ist in dem hohen Energiebedarf dieser Zelle begründet. Daraus wird verständlich, wie wichtig es ist, gerade in den Zellen der Fortpflanzung mit einer ausreichenden Anzahl mit funktionierenden Mitochondrien versorgt zu sein.

Wenn diese Versorgung aufgrund des stressigen Lebens, dem hohen Alter oder den Schadstoffen in der Umwelt, nicht mehr gegeben ist, muss eine ungewollte Kinderlosigkeit konsequenterweise daraus resultieren.

Den Kinderwunsch erfüllen

SchwangerschaftEine Mitochondriopathie kann behandelt werden. Dies erfolgt über die Beseitigung der Schadstoffe im Körper, welche die Mitochondrien in ihrer Funktion schwächen. Und sie erfolgt über eine Versorgung der Mitochondrien mit den Stoffen, die sie für eine gute Funktion benötigen.

Um aber überhaupt erst mal abzuklären, ob eine Mitochondriopathie die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch ist, sollte ein Bluttest zur Überprüfung der Qualität der Mitochondrien durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein in der Schulmedizin anerkanntes Verfahren, mit deren Hilfe sicher diagnostiziert werden kann, ob diese Störung die Ursache für das Problem ist.

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