Melatonin (Schlafhormon)

Das Melatonin wird meist als Schlafhormon bezeichnet, da es Hauptverantwortlich für einen gesunden Schlafrhythmus ist. Es ist also für das Einschlafen und Aufwachen verantwortlich und spielt so eine Schlüsselrolle bei der Steuerung der inneren Uhr.

DunkelheitMelatonin wird hauptsächlich von der Zirbeldrüse hergestellt. Melatonin wird aus Serotonin produziert. Tryptophan ist dabei die Aminosäure, die die Synthese von Serotonin und damit Melatonin ermöglicht. Die Bildung von Melatonin wird durch Dunkelheit gefördert und durch Licht gehemmt. Daher kommt es im Laufe der Nacht zu einer bei älteren Menschen dreifachen und bei jüngeren Menschen zwölffachen Erhöhung der Konzentration. Die höchste Konzentration wird um etwa drei Uhr erreicht.

Melatonin leitet auf diese Weise den Tiefschlaf ein. Außerdem stimuliert es die Ausschüttung von Wachstumshormonen. Wachstumshormone wiederum unterstützen neben dem Wachstum die Regeneration des Körpers in der Nacht. Somit fällt dem Melatonin eine sehr wichtige Aufgabe zu. Dies erklärt auch die Tatsache, dass wer besser schläft, länger jung bleibt.

Zusätzlich wirkt es Entzündungen im Körper entgegen und stellt einen Schutz gegen oxidativen Stress dar. Es wirkt in diesem Zusammenhang als Antioxidans. Es besitzt diesbezüglich eine stärkere Wirkung als viele andere Schutzstoffe wie Glutathion und diverse Vitamine. Auch sei erwähnt, dass nicht nur Melatonin selbst als starkes Antioxidans wirkt, sondern auch seine Abbauprodukte nach der Verstoffwechselung in der Leber wirken antioxidativ.

Des Weiteren ist Melatonin an der Bildung von Enzymen beteiligt, deren Aufgabe es ist Radikale in den Körperzellen unschädlich zu machen. Und Melatonin veranlasst Reparaturen in der DNA. Dies erklärt das höhere Auftreten von Krebserkrankungen bei Schichtarbeitern mit Melatoninmangel.

Durch seinen regelnden Einfluss auf die innere Uhr ist es wesentlich am Menstruationszyklus der Frau und der damit verbundenen Freisetzung der weiblichen Geschlechtshormone beteiligt. Womöglich senkt Melatonin auch die Blutfettwerte. Einige Untersuchungen sprechen dem Melatonin zudem einen positiven Effekt bei Haarausfall zu. Danach unterstütze es das Haarwachstum. Melatonin ist wie das DHEA ein Gegenspieler des Cortisols. Dies kann man an seiner schlaffördernden und damit beruhigenden Wirkung fest machen, aber auch an der Stimulation des Immunsystems.

InfektanfaelligSymptome bei einem Mangel an Melatonin

  • Schlafstörungen
  • Depression
  • Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsstörungen

Erwähnt sei hier, dass auch eine Erhöhung des Melatoninspiegels im Blut eine Schlafstörung oder Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus hervorrufen kann.

Wie kommt es überhaupt zu einem Mangel an Melatonin? Lesen Sie hier weiter, wenn Sie das interessiert. Oder klicken Sie hier für Empfehlungen zur natürlichen Behandlung eines Melatoninmangels.