GABA (Natürliches Beruhigungsmittel)

GABA ist eine Abkürzung, die für die Gamma-Amino-Buttersäure steht. Es wird aus der Aminosäure Glutamin vom Körper selbst hergestellt und zählt ebenfalls zu den Neurotransmittern. Funktionell hemmt es die Freisetzung von erregenden Neurotransmittern an den Nervenenden. Dabei handelt es sich hierbei um den wichtigsten hemmenden Neurotransmitter des Gehirns, der in etwa 30 % aller Nervenzellen vorkommt.

NervenzellenDurch ihn wird das Signal langsamer oder aber überhaupt nicht übertragen. Somit laufen Prozesse langsamer ab oder kommen zum Erliegen. Man wird träger, die Muskeln entspannen sich, Krämpfe lösen sich und die Schmerzempfindlichkeit sinkt. Untersuchungen haben gezeigt, dass es daher Schmerzen bei chronischen Erkrankungen wie einer Arthritis wirkungsvoll bekämpfen kann. Es löst Ängste und vertieft die Schlafqualität. Dabei hat es eine eigene schlaffördernde Wirkung, die über die Wirkung von Serotonin und Melatonin hinaus geht.

Diese oben beschriebenen Wirkungen macht man sich medikamentös zu Nutze. So docken Tranquilizer und Schlafmittel, darunter auch die Benzodiazepine, zu denen auch das Valium gehört, an die GABA-Bindungsstellen im Gehirn. Auf diese Weise wird die Beruhigung erreicht. GABA ist somit der Gegenspieler des erregenden Glutamats.

Auch nimmt GABA Einfluss auf die in der Hypophyse produzierten Hormone ACTH, TSH, LH und Prolaktin. Es stimuliert zusätzlich noch die Freisetzung von Wachstumshormonen. Da das Wachstumshormon neben Testosteron und dem Insulin das potenteste muskelaufbauende Hormon im Körper ist, fördert es den Muskelaufbau und verringert das Körperfett. Es wird auch in der Bauchspeicheldrüse hergestellt, wo es die Insulinsekretion beeinflusst. Diabetiker haben häufig einen Mangel an GABA. Es nimmt Einfluss auf das Immunsystem, da es die Produktion von entzündlichen Botenstoffen hemmt. Und es fördert durch seinen Einfluss auf das Gedächtnis das Erinnern und Denken.

Symptome bei einem Mangel an GABA

  • Angstzustände
  • chronische Schmerzen
  • Depression
  • Muskelverspannungen
  • KrampanfälleRuhelosigkeit
  • Herzrasen
  • Nachtschweiß
  • Ruhelosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Vergesslichkeit
  • Bluthochdruck
  • Reizdarm
  • Heißhunger auf Süßes
  • Ohrgeräusche

Mit einem GABA-Mangel einhergehen, können auch:

  • Prämenstruelles Syndrom
  • Epilepsie
  • Schizophrenie

Wenn Sie mehr über die Folgen eines Überschusses an GABA erfahren wollen, dann klicken Sie hier. Wenn Sie aber lieber mehr über die Ursachen eines Mangel an GABA erfahren wollen, dann lesen Sie hier weiter.