Sind Sie übersäuert?Waagschale

Sind Sie müde, kraftlos oder erschöpft oder häufig krank? Ist Ihr Wohlbefinden gestört, ohne dass Sie sich das irgendwie erklären können? Häufig wird übersehen, dass diese Symptome für eine Störung im Säure-Basen-Haushalt sprechen.

Die heutige Ernährungs- und Lebensweise fördert eine Übersäuerung des Organismus. Aufgrund der allgemeinen Symptome, die im Rahmen einer Übersäuerung auftreten, wird diese häufig nicht erkannt. Bei der Therapie der Leiden konzentriert man sich auf das Krankheitsbild, dass sich an der Oberfläche zeigt, anstatt nach der tieferen Ursache zu fragen. Ist eine Krankheit „behoben“, drückt sich das eigentliche Problem dann unter einer anderen Krankheit wieder aus.

Der Test

Lassen Sie von sich ein Säure-Basen-Profil anlegen. Dazu messen Sie nach einem bestimmten Verfahren den pH-Wert Ihres Körpers und dokumentieren diesen. Daraus entsteht ein pH-Wert-Verlauf. Dieser weist bei einer gesunden Person charakteristische Merkmale auf. Weist der pH-Wert-Verlauf diese Merkmale teilweise oder vollständig nicht auf, so lässt sich daraus schließen, wie stark die Entgleisung ist und sogar worin die Ursache liegt.

Die Therapie

Je nach dem in welchem Bereich die Störung liegt, wird eine auf die Störung zugeschnittene Entsäuerungskur durchgeführt. Diese beinhaltet innerliche Anwendungen und äußerlichen Anwendungen, wodurch die Säuren ausgeschieden werden können. Zudem werden die Nieren und die Leber als wichtige Ausscheideorgane untersucht und mit geeigneten Mitteln in ihrer Arbeit unterstützt.

Ist sauer immer gleich schlecht?

Ein saures Milieu an sich ist nicht schlecht. Es gibt Bereiche in unserem Körper, die ein saures Milieu aufweisen müssen. So beispielsweise das Scheidenmilieu, um sich vor Infektionen zu schützen oder das Dickdarmmilieu, um die Aufnahme giftiger Stoffwechselprodukte zu verhindern. Der Dünndarm hingegen weist wie das Blut und die Zwischenzellflüssigkeit ein basisches Milieu auf.

Auf das Verhältnis kommt es an

Es gibt nun ein eigenes System innerhalb des Körpers, um diese Milieuunterschiede aufrechtzuerhalten. Ist das System dazu in der Lage, so sprechen wir von einem ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt.

Unsere Lebensweise bringt dieses System jedoch manchmal an seine Grenzen und teilweise sogar so weit, dass die Säureflut nicht mehr bewältigt werden kann. Dann sprechen wir von einer Übersäuerung des Körpers.

Säurebildende Nahrungsmittel:Süßspeisen wie Pralinen, Desserts und mehr

  • Tierische Eiweiße wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
  • Milch und die meisten Milchprodukte
  • Süßspeisen
  • kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • Softdrinks
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker (Glutamat), Süssstoffe (Aspartam), etc.
  • Zahnfüllungen wie Amalgam
  • Stress

Die Verdauung und Verstoffwechselung dieser heute üblichen Nahrungsmittel führen zur Übersäuerung des Körpers. Wenn die anfallenden Säuren vom Körper nicht ausgeschieden werden können, da die Säureflut zu groß ist, so kommt es zur Einlagerung der Säuren in Form von Salzen. Diese Salze sind neutralisierte Säuren. Da Säuren selber kaum eingelagert werden können, müssen sie zuvor mit Hilfe basischer Mineralien neutralisiert werden. Dadurch entstehen dann Salze, die häufig auch als sogenannte Schlacke bezeichnet werden.

Folgen der Einlagerung:

Was haben nun säurebildende Nahrungsmittel mit diesen Krankheiten zu tun? Wenn man ein oder zwei Beispiele heraus nimmt, wird dies offensichtlich. So entsteht bei der Verstoffwechselung von Fleisch Harnsäure. Diese wird neutralisiert und es entstehen Harnsäurekristalle. Diese lagen sich in den Gelenken ab und Arthose und Gicht sind die Folge. Getreide wiederum enthalten viel Schwefel und Phosphor. Daraus entstehen Schwefel- und Phosphorsäuren. Werden diese nun mit Hilfe von Calcium neutralisiert, entstehen Nierensteine. An den Steinen ist dann nicht wie häufig behauptet das Calcium schuld, sondern die Säuren, die durch das Calcium neutralisiert werden mussten.

Säuren auch in gesunder ErnährungGrüne Smoothies

Unsere Nahrung liefert uns neben Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten auch Mineralien. Einige davon sind säurebildend und andere sind basenbildend. Die säurebildenden Mineralien sind u. a. Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod. Daraus entstehen bei der Verstoffwechselung Säuren wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure. Die basenbildenden Mineralien sind u. a. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen.

Da jeder dieser Mineralien im Körper eine für den Stoffwechsel wichtige Aufgabe erfüllt, benötigen wir sie alle. So baut beispielsweise das saure Phosphor mit dem basischen Calcium unsere Knochen und Zähne auf. Jedoch ist das Verhältnis entscheidend. So benötigt der Körper doppelt so viel Calcium als Phosphor. Unsere heute übliche Ernährung jedoch basierend auf Milch- und Fleischprodukten, aber auch einigen Getreidearten, liefert uns deutlich mehr Phosphor als Calcium. Dieses Ungleichgewicht führt langfristig zur Übersäuerung.

Übersäuerung

Dieses Problem der Übersäuerung wird nun noch verstärkt, da wir nicht nur zu viele säurebildende Mineralien zu uns nehmen, sondern auch insgesamt zu wenig Mineralien über die Ernährung aufnehmen. Ein Großteil der Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen sind raffiniert. Das heißt sie haben während ihres Verarbeitungsprozesses einen Großteil der Mineralien verloren. Durch diese raffinierten Produkten, wie z. B. dem Weißmehl und weißen Zucker erhält der Körper nicht genügend Mineralien, um die Säuren, die bei der Verarbeitung dieser Nahrungsmittel entstehen, zu neutralisieren.

Daher werden nun die basischen Mineralien aus den Knochen, Knorpel, Zähnen, Bindegewebe, Haarwurzeln, Sehnen und anderen mineralstoffreichen Geweben gezogen. In diesem Stadium kommt es nun zum Auftreten manifester Erkrankungen.

Die Naturheilpraxis Blumenthal berät Sie dabei, ob ein Säure-Basen-Profil bei Ihnen sinnvoll sein könnte und wie eine Entsäuerung durchgeführt werden kann.