Testosteron (Männlichkeitshormon)

Testosteron gehört zu den Androgenen, also zu den Hormonen, die vermännlichend wirken. Beim Mann werden sie überwiegend in den Hoden hergestellt. Andere Produktionsorte sind die Nebennierenrinden und bei der Frau die Eierstöcke.

MuskulaturTestosteron steuert die Reifung der Spermien, fördern die Behaarung und über die Förderung der Eiweißproduktion die Zunahme der Muskelmasse und Muskelkraft. Daher gelten Androgene im Sport auch als Doping. Sie fördern die Bildung der roten Blutkörperchen und damit die Sauerstoffversorgung des Körpers. Testosteron fördert die Talgproduktion der Haut und wirkt auf das Verhalten durch seine Wirkung auf das Gehirn.

Im Alter nimmt beim Mann der Testosteron-Spiegel immer mehr ab. Da die Konzentration der weiblichen Geschlechtshormone beim Mann im Alter aber nicht im gleichen Maße abnimmt, wird der Mann im Alter eher weiblicher. Die Frau wird dagegen eher männlicher, da bei ihr vor allem die weiblichen Sexualhormone absinken.

Neben den fallenden Werten von Testosteron über das Leben betrachtet, gibt es noch eine jahreszeitliche Schwankung. So ist der Testosteron-Spiegel der Männer von Mitte April bis Ende Juni am höchsten. Der Testosteron-Spiegel kann durch physischen Stress ansteigen, da er zu einer vermehrten Leistung befähigt.

Testosteronüberschuss bei der Frau

Durch relativen Mangel an weiblichen Sexualhormonen kann auch die Frau einen Überschuss an männlichen Hormonen aufweisen. Dies zeigt sich dann v.a. an der vermehrten Körperbehaarung und den Fläumchen im Gesicht, v.a. um den Mund herum. Es kann auch zu Haarausfall kommen.

Testosteronmangel

Ein Mangel an Testosteron verursacht ähnliche Symptome wie ein Burnout. So ist man schnell gereizt und überfordert. Die Begeisterung lässt nach und weicht der Abgeschlagenheit. Testosteronmangel erhöht auch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Daher sollten Männer ab dem 40. Lebensjahr ihren Testosteron-Spiegel regelmäßig überprüfen lassen.

Symptome bei einem Mangel an Testosteron

  • Leistungsminderung Fruchtbarkeit
  • Libidostörungen
  • fehlende Muskelkraft
  • Blutarmut
  • Osteoporose
  • Bluthochdruck
  • Erhöhung des Blutzuckers

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