DHEA (Hormon der Jugendlichkeit)

DHEA wird wie Cortison in der Nebennierenrinde gebildet. Es stellt einen Vorläufer der weiblichen und männlichen Geschlechtshormone dar. Ab dem 25. Lebensjahr sinkt die DHEA-Produktion. Daher lässt sich anhand des DHEA-Spiegels das biologische Alter eines Menschen bestimmen. Durch die Abnahme der Produktion im Alter ist auch verständlich, dass die Geschlechtshormone, die aus DHEA gebildet werden, mit zunehmendem Alter ebenfalls sinken. DHEA hat eine stark motivierende Wirkung auf den Menschen und steigert die Wahrnehmung. Es ist unser Antrieb. Bei einem DHEA-Mangel kommt man sprichwörtlich nicht mehr aus dem Knick. Es fehlt die Lebenskraft und Motivation. Auch wirkt DHEA antidepressiv. Es hat diesbezüglich die gleiche Wirkung wie Progesteron, welches auch stimmungsaufhellend wirkt. Daher ist es verständlich, dass die Nervenzellen, so wie man heute weiß, selbstständig imstande sind DHEA und Progesteron herzustellen. DHEA schützt zugleich die Nervenzellen. Daher ist seine Konzentration in der Nacht am höchsten. Es fördert den Muskelaufbau. Im Gegensatz zu Cortisol wirkt es aktivierend auf das Immunsystem, aber wirkt Entzündungen entgegen.

Kein anderes Steroidhormon ist in unserem Blut in solch hoher Konzentration vorzufinden. Die Ursache dafür liegt vermutlich in seiner Reservoirfunktion für andere Hormone.

Ein Mangel an DHEA führt aus den erklärten Gründen auch zu einem Mangel an Geschlechtshormonen. Bei einem Mangel an Geschlechtshormonen beim Mann oder der Frau kann über DHEA-Gabe die Produktion der Geschlechtshormone stimuliert werden. Der Körper kann somit selber bestimmen, welche Hormone er in welcher Konzentration herstellt. Das feine Hormongefüge wird somit nicht durcheinander gebracht, wie dies beispielsweise bei der Gabe synthetischer Hormone der Fall wäre.

Auch gilt DHEA als Anti-Aging Hormon, da es durch das Einfangen von freien Radikalen das Altern verlangsamt. DHEA ist ein direkter Gegenspieler zu Cortisol. Es gleicht nämlich die Stressreaktion, die durch Cortisol verursacht wurde aus und hilft damit bei der Stressbewältigung.

Symptome bei einem Mangel an DHEA

  • Leistungsminderung
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • LibidomangelAntriebslosigkeit
  • depressive Verstimmung
  • Ängstlichkeit
  • nachlassende Muskelkraft
  • Schlaflosigkeit
  • Stressintoleranz
  • Vergesslichkeit
  • Lernschwierigkeiten
  • Infektanfälligkeit
  • Hauttrockenheit

Da DHEA eine Vorstufe der Sexualhormone darstellt, kommt es bei einem Mangel an DHEA auch zu einem Mangel an Sexualhormonen. Somit können auch Wechseljahrsbeschwerden auftreten oder die Wechseljahre früher einsetzen.

Symptome bei einem Überschuss an DHEA sind nicht bekannt. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie der DHEA-Spiegel bestimmt werden kann, dann klicken Sie hier.