Warum gerade eine Speicheluntersuchung?

Gewöhnlicherweise dient die Untersuchung des Blutes zur Aufdeckung von Mängeln, Störungen oder Erkrankungen. Bei einigen Hormonen hingegen ist die Aussagekraft über eine Speicheluntersuchung viel stärker, als über eine gewöhnliche Blutuntersuchung.

Speicheluntersuchung bei Hormonen

Im Blut liegen viele Hormone gebunden an Eiweiße vor. BlutDiese Eiweiße dienen dem Transport der Hormone. In dieser Form, also gebunden an die Eiweiße, sind die Hormone stets inaktiv. Diese inaktiven Hormone machen etwa 95 % der im Blut befindlichen Hormone aus. Bei einer Blutuntersuchung werden diese inaktiven Hormone also immer mit gemessen. Auch wenn die Hormonkonzentration bei einem Bluttest also im Normalbereich liegt, kann der Anteil der eigentlich aktiven und damit wirksamen Hormone in Wirklichkeit im Mangel sein. Nur die hohe Konzentration der inaktiven und damit nicht wirksamen Hormone verschleiert den eigentlichen Hormonmangel.

Über eine Speicheluntersuchung werden hingegen nur die biologisch aktiven und damit wirksamen Hormone gemessen. Die inaktiven, an Eiweiße gebundene Hormone passen nicht durch die Kanäle in den Speicheldrüsen. Damit gelangen nur die aktiven, nicht an Eiweiße gebundene Hormone in die Speicheldrüsen und können somit im Speichel gemessen werden.

Welche Hormone werden über den Speichel bestimmt?

Im Speichel werden die sogenannten Steroidhormone bestimmt. Dazu gehören u.a.:

  • Cortisol
  • DHEA
  • Östrogen
  • Progesteron
  • Testosteron

Wenn Sie mehr über diese Hormone erfahren möchten, dann klicken Sie links in der Leiste das entsprechende Hormon an. In den Artikeln über die einzelnen Hormone finden Sie dann auch jeweils am Ende weitere hilfreiche Links. Auch empfehlen wir Ihnen die Artikel über die einzelnen Neurotransmitter. Dazu müssten Sie links auf der Seite auf Urinuntersuchung oder hier klicken.