Darmtherapeutika

Hier finden Sie Darmtherapeutika, mit denen Sie die Wirkung der Einläufe unterstützen und sogar verstärken.

Einnahme von Flohsamenschalen

Flohsamenschalen sorgen für eine schnellere und vor allem auch gründlichere Ausscheidung von verhärtetem Kot, abgelagerten Schleimschichten und Stoffwechsel-Endprodukten.

Flohsamenschalen quellen im Verdauungssystem zu einem Vielfachen ihres ursprünglichen Volumens auf und arbeiten sich daraufhin intensiv, aber dennoch sehr sanft durch den Darm.

Gerade das Volumen trägt zu einer guten Peristaltik bei. Parallel werden Giftstoffe gebunden, die ansonsten vom Darm resorbiert worden wären und somit die Leber belastet hätten.

Pro Teelöffel Flohsamenschalen sollten Sie mindestens 1/4 Liter oder mehr Wasser trinken – keinesfalls Milch, da diese den Quellvorgang blockiert.

Einnahme von Bentonit

Bentonit stellt mit seiner außergewöhnlich starken Bindefähigkeit für Schadstoffe und anderen Stoffwechsel-Endprodukten die optimale Ergänzung zu den Flohsamen dar. Es bindet die von Flohsamen gelösten Ablagerungen an sich und schwemmt sie aus. Auch werden durch Bentonit andere Giftstoffe gebunden, als von den Flohsamen. Daher ergänzen sich beide Therapeutika sehr gut.

Einnahme von Bitterstoffen

Die Leber ist das GemüsekorbHauptentgiftungsorgan des Körpers. Es sorgt für ein komplexes Ineinandergreifen der Verdauungsorgane, da es einerseits die Gallensäure für die Fettverdauung im Dünndarm herstellt und andererseits die Giftstoffe, die aus tieferen Dünndarmabschnitten resorbiert wurden, entgiftet und in einer Weise umbaut, so dass sie von den Nieren ausgeschieden werden können.

Durch Bitterstoffe regeneriert und entgiftet sich die Leber. Zudem regen Bitterstoffe die Verdauung an. Ihr bitterer Geschmack stimuliert nicht nur den Magen, sondern auch die Leber, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse. Diese produzieren daraufhin ihre Verdauungssäfte, in denen die Verdauungsenzyme enthalten sind.

Somit fördern Bitterstoffe nicht nur die Verdauung, hier gerade die Fettverdauung, sondern auch die Entgiftung. Damit ist der Körper schädlichen Giftstoffen kürzer ausgesetzt, da diese durch die Stimulation der Leber eher ausgeschieden werden konnten.

Auch hemmen Bitterstoffe Fäulnis- und Gärprozesse im Verdauungssystem, pflegen daher die gesunde Darmflora und beugen zudem noch Pilzinfektionen vor.

Auch helfen Bitterstoffe gegen Heißhunger und können aus der „Zuckersucht“ befreien.

Gerade unsere heutige Ernährung ist arm an Bitterstoffen, da sie zunehmend aus geschmacklichen Gründen aus unseren Nahrungsmitteln herausgezüchtet wurden.

Wo sind Bitterstoffe anzutreffen?

Bitterstoffe sind u.a. in folgenden Lebensmitteln enthalten: Wermut, Engelwurz, Pomeranze, Kalmus, Kardamom, Kümmel, Gewürznelken, Koriander, Fenchel, Galgant, Gelber Enzian, Lavendel, Majoran, Schafgarbe, Löwenzahn, Zitwer und Ingwer.

Wie sind Bitterstoffe einzunehmen?

Bitterstoffe entfalten ihr ganzes Potential, wenn man sie jeweils vor den Mahlzeiten einnimmt – mindestens einmal täglich, besser aber vor jeder Mahlzeit, womit eine geregelte Verdauung gewährleistet wird.

Bitterstoffe in Wildkräutern

Bitterstoffe finden sich reichlich im Löwenzahn, in der Schafgarbe, im Gänseblümchen, in der Wegwarte und in vielen anderen Wildkräutern.

Gerbstoffe in Wildkräutern

Gerbstoffe sind ebenfalls in vielen Wildkräuterarten vorhanden. Sie hemmen Entzündungen, neutralisieren Gifte und vertreiben Bakterien und Viren. Da sie auch zusammenziehend wirken, werden sie in der Pflanzenheilkunde beispielsweise bei Durchfällen oder Hauterkrankungen eingesetzt.

Gerbstoffe sind z.B. im Wiesen-Storchschnabel enthalten, im Gundermann, im Scharbockskraut, im Blutweiderich und in vielen weiteren Wildkräutern mehr.