Balsam für die Nebennieren

Wodurch können sich die Nebennieren bei der Nebennierenschwäche, d.h. dem Adrenal Fatigue wieder erholen?

Ein ungesunder Lebensstil hat uns krank gemacht. Und das Organ, das unter der Last am meisten zu arbeiten hatte, hat schließlich schlapp gemacht. Dies gilt für den ganzen Körper. Bei dauerhaftem Stress sind es die Nebennieren, die am sensibelsten auf den Stress reagieren und daher ihre Funktion über die Jahre verlieren. Man spricht dann von einer Nebennierenschwäche, bzw. einem Adrenal Fatigue.

Daher muss der Lebensstil und alles was zur Erschöpfung der Nebennieren geführt hat, korrigiert werden. Hierzu zählen neben den naturheilkundlichen Maßnahmen zur Regeneration der Nebennieren auch ganz praktische alltägliche Maßnahmen:

  • Beseitigung von Stressfaktoren

Es sei hierbei darauf hingewiesen, dass jeder Mensch Stress hat und dieser auch bis zu einem bestimmten Level gesund ist, da dieser uns leistungsfähig macht. Im Folgenden geht es allerdings um ein zu viel an Stress, denn dieser ist schädlich und erschöpfend für uns.

Die Stressfaktoren, auch Stressoren genannt, die schädlich und erschöpfend sind, können dabei von außen herrühren. So kann die Arbeit unverhältnismäßig viel Stress verursachen. Ebenso ein zu voller Terminkalender. Oder auch Aufgaben, die mit viel Verantwortung einhergehen, so dass ein Scheitern oder Misserfolg viele Nachteile mit sich bringen würde und daher nicht hinnehmbar wäre.

UeberforderungDer Stress kann aber auch von innen herrühren. Dabei sind es die zu hohen Forderungen an sich selbst, die den Körper ebenso unter Stress setzen. Für diesen Zustand gibt es im Deutschen sogar eine Redewendung, „sich unter Duck setzen„. Der Stress wird hierbei bestimmt von der Wichtigkeit, die wir einer Sache zumessen. Wenn wir uns selber beispielsweise ein Scheitern in einer bestimmten Sache nicht gestatten, so löst dies Stress im Körper aus, auch wenn ein Scheitern vielleicht völlig unerheblich für unser Leben wäre.

Als Stressoren können aber auch chronische Entzündungen, persistierende Infektionen oder Umweltbelastungen – beispielsweise mit Schwermetallen – wirken. So halten Infektionen oder Entzündungen das Immunsystem auf Trab. Dies schwächt den Körper, da das Immunsystem eigentlich nur in phasenweise hochfahren sollte. Dauerhaft in diesem Zustand zehrt es am Körper. Ähnlich ist es mit einer chronischen Schwermetallbelastung. Diese stören den Stoffwechsel des Körpers und können die Funktion einzelner Organe sogar schwächen. Für eine völlige Genesung sollten diese Ursachen also auch mit angegangen werden. Wenn Sie mehr über eine Stressreduktion erfahren möchten, dann klicken Sie hier.

  • Gesunde Ernährung

KrebstherapieDie Nahrungsmittel haben einen großen Einfluss auf die Regenerationsfähigkeit des Körpers. Naturbelassene und damit vitalstoffreiche Lebensmittel versorgen den Körper mit den lebendigen Stoffen, die er für sein Funktionieren braucht. Gerade Vitamine, Mineralien, Enzyme und die überwiegend in Pflanzen vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe verhelfen dem Körper wieder zu neuem Leben.

Die Ernährung bei Schwäche der Nebennieren sollte vor allem vollwertig sein, da raffinierte Lebensmittel zu starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels führen. Ein stabiler Blutzuckerspiegel entlastet hingegen die Nebennieren, da dann kein Cortisol zur Blutzuckerstabilisierung ausgeschüttet werden muss. Außerdem sind Nüsse und Saaten angeraten, da sie eine gute Quelle für essenzielle Fettsäuren sind, die für die Produktion der Steroidhormone benötigt werden. Vorzugsweise sollten diese Nüsse und Saaten roh verzehrt werden, um ihren Nährwert durch das Erhitzen nicht zu verlieren. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

  • Meidung von Genussgiften

Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee versetzen den Körper in künstliche Leistungsbereitschaft. Dies erschöpft die Nebennieren. Gefühlt jeder zweite Berliner läuft am Morgen mit einem Coffee to go herum. Warum sind wir nur so müde geworden? Warum brauchen wir die Droge Kaffee um morgens wieder fit zu werden? Der Grund liegt darin, dass wir konsequent Raubbau an unserem Körper betreiben. Wir gehen zu spät zu Bett. Wir schlafen schlecht. Wir haben uns vor dem schlafen gehen noch die kräftigste Mahlzeit des Tages einverleibt. Auch ein Gläschen Wein oder Bier durfte hierbei nicht fehlen. Dieser Alkohol fördert zwar in den ersten Minuten das Einschlafen, störte aber während der ganzen Nacht die Schlafqualität erheblich. Der Schlaf ist daher nicht mehr erholsam. Am nächsten Tag müssen wir aber wieder volle Leistung bringen. Also versetzen wir uns am nächsten Morgen in den künstlichen Zustand der vollen Leistungsbereitschaft, in dem wir uns mit mehreren Portionen Kaffee aufputschen.

Außerdem sind wir ständig erreichbar, immer auf dem Laufenden und kommen eigentlich nie richtig zur Ruhe. Uns fehlen also die Ruhephasen. Die täglichen Ruhephasen am Abend und auch die wöchentlichen Ruhephasen am Wochenende werden durch die moderne Gesellschaft zunehmend reduziert. Also erschöpfen sich die Nebennieren.

Die Notwendigkeit des Genusses der Genussgifte ist hierbei nur eines der ersten Symptome eines sich erschöpfenden Körpers. Dies bedeutet, dass die Nebennieren schon in Mitleidenschaft gezogen sind, ab dem Moment, ab dem Kaffee und Co nötig wurden.

  • Vormitternachtsschlaf

Wer am Tage beruflich bedingt Stress ausgesetzt ist, braucht in der Nacht seine Ruhephasen. Der Schlaf ist hier ein Mittel zur Erholung des Körpers. Dieser Schlaf sollte nicht durch WLAN, Genussmittel oder einen vollen Bauch gestört sein. Auch Fernsehen oder Sitzen vor dem Bildschirm stört den Schlaf. Denn die blauen Wellenlängen des Lichtes wirken auf das Nervensystem. Auch wenn wir diese Wellenlängen gar nicht bewusst wahrnehmen und nur als weißes Licht sehen, stören diese den Schlaf-Nacht-Rhythmus. Dieses Licht imitiert sogar Koffein, da es ähnliche Wirkung auf uns hat. Es ist hierbei unsere Netzhaut, die besonders empfindlich auf die blauen Wellenlängen reagiert. Diese Netzhaut ist wiederum mit unserer inneren Uhr im Gehirn verbunden. Und diese beeinflusst wiederum über ihre Nervenfasern zur Zirbeldrüse, die Melatonin-Produktion. Nur bei einer ausreichenden Produktion von Melatonin haben wir ein entsprechendes Schlafbedürfnis. Blaulicht senkt nun den Melatoninspiegel und nimmt uns damit unsere Müdigkeit. Wir schlafen also später ein und haben zudem eine schlechte Schlafqualität. Die Tagesmüdigkeit am nächsten Tag zeugt dann direkt von den negativen Auswirkungen des Blaulichtes.

Auch sollte der Schlaf für eine entsprechende Erholung lang genug sein und er sollte zeitlich richtig platziert sein. Je früher vor Mitternacht das Bett aufgesucht wird, desto erholsamer ist es für den Körper. Schlaf nach Mitternacht ist bei weitem nicht so erholsam, selbst wenn die gleiche Stundenanzahl erreicht wird. Mehr darüber erfahren Sie hier.

  • Sport

AusgleichSport entspannt und gibt dem Geist Ruhe. Beim sportlichen Betätigen kann der Kopf meist abgeschaltet werden. Er erhält so eine Ruhepause. Die Organe werden besser durchblutet und damit besser mit Nährstoffen versorgt. Überschüssige Stresshormone des Tages werden abgebaut. So fällt es leichter für die Nacht zur Ruhe zu kommen. Insgesamt steigt die Belastungsfähigkeit und die Resistenz gegen Stress. Zeitgleich werden Endorphine, also Glückshormone freigesetzt.

Bei Nebennierenschwäche sollte die sportliche Einheit nicht zu intensiv sein und lieber auf mehrere kleine Einheiten verteilt sein. Mehr dazu erfahren Sie auch hier.

  • Aufbau der Nebennieren

Alle bisher genannten Therapieelemente dienen der Entlastung der Nebennieren und der Vorbeugung neuer Rückschläge, nachdem eine regelrechte Funktion der Nebennieren wieder erreicht wurde.

Gerade zu Beginn der Therapie der Nebennierenschwäche jedoch empfiehlt es sich die Nebennieren gezielt zu unterstützen, damit diese geschont werden können und genügend Raum zur Regeneration finden.

Die Unterstützung der Nebennieren erfolgt zum einen über orale Substitution. Dabei werden natürliche Stoffe eingesetzt, die die Nebennieren zur Produktion Ihrer Hormone und Neurotransmitter benötigt. Dadurch werden die Nebennieren entlastet, da man ihnen sozusagen das fertige Baumaterial zur Produktion Ihrer Hormone anbietet. Sie werden auf diese Weise geschont, bis die kritische Zeit überstanden ist.

Zeitgleich werden über Infusionen Stoffe infundiert, welche die Zellen der Nebennieren in ihrer Arbeit unterstützen. Dadurch können die Nebennieren langfristig ihre Arbeit wieder selbstständig, auch ohne äußere Hilfe, aufnehmen. Bei diesen Stoffen handelt es sich um Vitamine, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren, von denen man um die unterstützende Wirkung auf die Nebennieren weiß. Solche Mikronährstoffe und auf den Bedarf zugeschnittene Aminosäurekombinationen haben laut Definition bei Verabreichung über die Vene eine Bioverfügbarkeit von 100 %.

So ist beispielsweise bekannt, dass die Katecholamine Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin aus den Aminosäuren Phenylalanin und dem daraus gebildeten Tyrosin unter Mitwirkung von Vitamin C, Vitamin B6, Kupfer, Magnesium und Folat gebildet werden. Aus der Aminosäure Tryptophan wird unter Mitwirkung von Vitamin B6 hingegen Serotonin gebildet. Ein Teil des Serotonins wird dann in das Melatonin umgewandelt. Die Aminosäure Serin ist die Vorstufe von Acetylcholin. Acetylcholin wird als Neurotransmitter für das  Lernen und die Gedächtnisbildung benötigt.

Wenn Sie mehr über die Symptome eines Adrenal Fatigue erfahren wollen, dann klicken Sie hier. Für weitere Informationen zur Diagnostik eines Adrenal Fatigue im Rahmen eine Speichel-Untersuchung können Sie hier mehr erfahren.